Keine Denkverbote

9. November 2014

stopschild

Hat dir schon mal jemand gesagt, es gebe keine Denkverbote? Also, gemeint hat war dann wahrscheinlich, dass du über alles nachdenken darfst und dir keine Grenzen geben sollst. Also, dass du auch Sachen durchdenken darfst, die sonst bei anderen Angst oder auch Wut auslösen. Oder Unverständnis. Oder halt igrendwas anderes Schlimmes. Warum sagt derjenige das eigentlich? Na ja, weil er weiß, dass nur über diese “schlimmen” Gedanken wirklich etwas bewegen wird. Wenn wir alle zusammen einfach immer weiter das machen, was wir schon immer gemacht haben, dann endet das in Erstarrung. Lustlosigkeit. Unzufriedenheit. Tod. Muss ja nun nicht sein, solange wir leben können!

Also: keine Denkverbote!

Nur… einen kurzen Gedanken noch. Die Wortwahl ist denkbar ungünstig… Mal davon ausgegangen, dass es für unser Gehirn relativ schwierig ist, Verneinungen ganzheitlich zu verarbeiten (mehr dazu z. B. hier), bleibt für unser Gehirn am Ende des Appells nur “Denkverbote” über. Schade. Warum wird es dann gesagt? Ein Schelm, der dahinter was verborgen sieht… Handelt es sich vielleicht um unbewusste Ängste gegenüber dem Zustand, dass alle frei und unkontrolliert denken? Verstehen würde ich es, gutheißen nicht und wissen schon gar nicht.

Foto: Andreas Hermsdorf, “Stopschild”, Quelle: www.pixelio.de

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