smileys

Manchmal geht es uns gut, dann ist irgendwas richtig gelaufen. Manchmal aber auch nicht und dann geht es uns mies. Da liegt es ja nahe, die Zustände, in denen es einem gut geht anzustreben und die Zustände, in denen es einem nicht gut geht, möglichst zu vermeiden. Oder wie der Buddhist sagt: Leiden vermeiden!

Soweit so gut. Nun ein kurzer Ausflug zur Mechanik des Ganzen: Aufgrund unserer Konstrukte im Kopf definieren wir, was für uns gut oder falsch, anstrebens- oder leidenswert ist. Handeln wir nun nach diesen Konstrukten, so werden wir das ganze Leben, Sachen erleben, die wir als gut oder schlecht bewerten. Beide lösen Emotionen in uns aus: Positive, wie Freude oder Glück oder eben negative, wie Angst oder Wut.
Oder nochmal mit ganz anderen Vokabeln: Wir erwarten, dass unsere Bedürfnisse erfüllt werden. Wenn das geschieht dürfen wir uns positive Emotionen, wenn nicht, dann negative Emotionen leisten.
Nebenbei: Negative Emotionen führen vielleicht sogar dazu, dass wir andere damit erpressen können, uns unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Das Resultat ist ein Leben in Wellenbewegungen, es geht auf und ab. Das ist auch schon mal ein Erfolg für jemanden, der vorher alle Gefühle unterdrückt hat. Aber es ist auch anstrengend und irgendwie fühlt es sich so an, als ob es da noch Geheimnis in Richtung Gelassenheit und innerer Ruhe geben muss. Jenseits vom Laufen im Hamsterrad und der Anhäufung von möglichst vielen Glücksmomenten.

Konstrukte beinhalten aber nicht nur eine gut/schlecht-Definition, sondern auch und überhaupt einen Fokus. Dieser Fokus bestimmt, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten müssen und wenn wir es dann tun, haben wir dazu zusätzlich noch Kriterien gespeichert, die über gut oder schlecht bestimmen.

Der Ausweg: Gelassenheit folgt, wenn wir es schaffen, den Fokus aufzugeben!

Und da das sehr abstrakt war, ein paar Beispiele:

  • Ich fahre morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit. Der Fokus liegt auf effizienter (schnell, gesund) Fortbewegung. Habe ich Gegenwind, viele Ampeln sind rot, andere Radler oder Autos behindern mich, dann bekomme ich negative Gefühle. Andersrum positive. Erst wenn ich den Fokus fallen lasse, mir also sage “es ist mir gleichgültig”, dann stellt sich Gelassenheit ein.
  • Ich spiele Fußball und der Fokus liegt auf dem Gewinnen. Das Gleiche wie oben: Fokus weg und es spielt sich viel unbeschwerter.
  • Ich moderiere Meetings und der Fokus liegt darauf, alle Teilnehmer zufrieden zu machen.
  • usw.

In all diesen Fällen führt das Fallenlassen des Fokus zu mehr Gelassenheit und damit zum einzig Wahren: Zum Moment. Nur dann kann ich voll im Moment sein und ihn genießen.

Und… gibt es da keine Gefühle mehr? Doch, aber die heißen: Glückseligkeit, tiefe Zufriedenheit, Ruhe, …

Alles kalter Kaffee? Wie wäre es dann damit: Laß’ den Fokus auf den Fokus los…

 

Foto: twinlili, “Smilies am Strand”, Quelle: www.pixelio.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *