Es gibt mal wieder etwas zu berichten. Vorab: Keine Sorge, dass mit dem “Leiden” hat sich ja erst mal erledigt und doch gibt es neue Erkenntnisse:

Alles hat mit folgendem kleinen Text angefangen (Auszug aus Run^2 1-2013 – Das Laufmagazin von Runners Point):

Lauftechnik

Nun gut, ich gehöre also zu den “Fersenaufsetzern” und das kann so nicht bleiben ;-)
Also, Laufschuhe an und ausprobieren, was wohl passiert, wenn ich versuche, den Vorfuß zuerst auf den Boden zu bringen. Fazit: Eine ganze Menge:

  • Meine gesamte Körperhaltung verändert sich, mehr nach vorne, nicht mehr so steif und gerade (wie es mir schon von anderer Seite bestätigt wurde)
  • Ich laufe “vorsichtiger”, denn mir kommt es so vor, als ob ich auf Eis, das jederzeit einbrechen könnte, laufe.
  • Ich mache kleinere Schritte, das ist weniger anstrengend, der Puls niedriger und kleine Steigungen kann ich nun ohne Mühe (dafür mit einem erstaunten Lächeln auf dem Gesicht) meistern

Schon ‘ne ganze Menge. Damit nicht genug, denn im Kopf hat das auch einiges verändert:

  • Ich fühle mich so als wäre ich vom Steuer zum Motor gewechselt. Hackenaufsatz: Ich sitze in einem dicken SUV und beschwere (leide) mich, dass es nicht schneller geht mit diesem Gefährt. Vorfußaufsatz: Ich bin der Motor. Alles frei. Ich fahre. Ich entscheide. Yeah!
  • “Vorsichtigeres Laufen” ist dem Boden unter mir wahrscheinlich absolut egal. Ich laufe auch nicht auf dünnem Eis, ABER meinem Körper ist das mal gar nicht egal. Das ist die Eingangstür zur Leichtigkeit beim Laufen!
  • Und… Zufall oder nicht… ich bin nach 5 km in so eine Art Flow gekommen: ICH bin gelaufen, konzentriere mich auf mich und alles außen zog an mir vorbei. Nicht beschreibbar. Ziemlich gut :-)

Nach dem Lauf: Ich war langsamer denn je, weniger kaputt denn je und zufriedener denn je. Was will man mehr… ;-) Die Schritte gingen natürlich immer wieder zurück auf “Fersenaufsatz” und wenn nicht, dann fing ich an zu “tapsen” und lief recht unbeholfen… aber das ist alles Übungssache. Ich mache weiter!

Und wie ich da so lief, wurde mir wieder mal klar:

Agilität einführen (ja, richtig gelesen) ist auch nicht anders: Mit der richtigen Technik läuft’s einfacher, aber am Anfang “tapst” man so vor sich hin. Die Verantwortung übernehmen, selbst zum Motor zu werden, das ist schwer. Teilweise unbeholfen und das alte, gewohnte Vorgehen kommt immer wieder durch, wenn man seinen Fokus abwendet. Shu-Ha-Ri eben. Was da hilft: Vertrauen und weiter üben, denn es ist zu diesem Zeitpunkt schon klar: Die Technik und der richtige Fokus machen’s.

 

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