Bis nichts mehr ging

29. April 2013

Bis nicht mehr gingBuch gelesen:
Matthias Onken
Bis nicht mehr ging – Protokoll eines Ausstiegs
In diesem Buch beschreibt Matthias Onken, zuletzt Redaktionsleiter bei der BILD, seinen Aufstieg und alles, was mit ihm gekommen ist. Die zunehmende Verantwortung, der steigende Druck und die daraus resultierende Abkapselung von seiner Umwelt und von sich selber.
Ich fand das Buch toll. Die direkte, manchmal der wörtlichen Rede nahen, ergreifenden Sätze, waren mir sofort verständlich und gaben den erschreckenden Inhalt glassklar und niederschmetternd wieder. Wer hier jetzt typisches BILD-Überschriften-Deutsch erwartet, muss eines besseren belehrt werden. Überhaupt hat mir das Buch mit seinen Hintergründen zu Morgenpost und BILD einiges über die Sensationspresse-Branche klar gemacht und besser verstehen lassen. Auch eine mögliche Ursache für das Gehabe von Top-Managern wurde mir deutlich und hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Des weiteren wird in diesem Buch einmal mehr deutlich, woher unsere auf Leistung geprägte Gesellschaft ihren Antrieb erfährt und wie sie sich damit gleichzeitig selber zu Grunde richtet.
Weitere Fragen, zu denen dieses Buch mich angeregt hat nachzudenken, lauten:

  • Wie weit bin ich von so einem Zustand weg? Woran merke ich das?
  • Wie vielen Managern im Top-Management geht es wohl genauso?
  • Was kann man nur tun, damit die Schwelle, Hilfe von Außen anzunehmen, kleiner wird?

Insgesamt ein kurzweiliges, ergreifendes und facettenreiches Buch, das ich gerne und schnell gelesen habe (2).

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