Indemann in RotDie Logischen Ebenen hat in den 80er Jahren Robert Dilts geprägt. Ich möchte hier beschreiben, wie ich die Ebenen in meinen Coachings einsetze:
Häufig kommen Menschen zu mir, meist so zwischen 30 und 40 Jahre alt, die daran zweifeln, ob und inwieweit das was sie tun, sie wirklich zufrieden stellt. Meist bezieht sich diese Unsicherheit auf die Tätigkeiten im Beruf. Ich nehme dann die logischen Ebenen her und wir gehen gemeinsam von unten nach oben durch die Ebenen. Meine Rolle besteht darin, Fragen zu stellen, um so das Erleben auf den einzelnen Ebenen zu intensivieren. Ich stelle die Ebenen hier kurz und genau in diesem Kontext vor:

  • Umgebung/Kontext: Dies stellt den Rahmen für das Leben da. Räume, Landschaften, Wege usw. auf/in denen sich der Coachee für gewöhnlich aufhält, werden hier beschrieben und die persönlichen Bewertungen des Coachees mit einbezogen. Meist nur kurz und zur Einstimmung.
  • Verhalten: Hier spricht der Coachee darüber, was er genau in den verschiedenen Kontexten tut und wie es ihm damit geht. Wo hat er Erfolg mit seinem Verhalten, wo nicht.
  • Fähigkeiten/Wissen: Welche Kompetenzen hat der Coachee zur Verfügung? Fokussiert wird auf die Kompetenzen, die als Ressourcen vorhanden und abrufbar sind. Dies gilt, genauso wie für die anderen Ebenen auch, sowohl für den privaten als auch für den beruflichen Kontext.
  • Glauben/Werte: Ab hier wird es richtig spannend, denn es geht um die Glaubenssätze und damit um die Filter, die die Realität zu einer solchen machen. Oft zeigen sie sich durch Handlungsmuster, sprichwörtliche Aussagen und durch Meinungen über andere.
  • Identität: Nun ins Eingemachte. Wer ist der Coachee im Kern? Wir stellen heraus, was ihm wichtig ist und was den Coachee als Menschen nahezu unveränderlich auszeichnet. Hier kann das Reiss-Profil gute Dienste leisten.
  • Sinn: Auf dieser letzten Ebene angekommen, kristallisiert sich durch den bisher zurück gelegten Weg durch die unteren Ebenen, meistens so etwas wie ein zentraler Leitsatz heraus, der mit einer großen persönlichen Verbindung vom Coachee wahrgenommen wird. Beispiele aus meiner Arbeit sind: “Orientierung geben” oder “Balance halten”.

Anschließend reflektieren wir, inwieweit die aktuellen Tätigkeiten des Coachees, z. B. im Beruf mit dem Leitsatz in Übereinkunft gebracht werden können. Eine große Lücke zwischen Beruf und Leitsatz bedeutet in den allermeisten Fällen einen großen Energieaufwand während der Erledigung der täglichen Pflichten und führt dann zu der anfangs genannten Unsicherheit. Wenn dies der Fall ist, finden wir zusammen neue und zum Leitsatz passende Handlungsoptionen und besprechen konkrete nächste Schritte.

Foto: Jürgen Nießen, “Indemann in Rot”, Quelle: www.pixelio.de

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