StrubelpeterNachdem ich nun einiges zum Thema gelesen und im Selbstversuch getestet habe, donnern mir Begriffe wie “im Hier&Jetzt”, “meine einzigartige Existenz spüren”, “verbinde dich mit der Natur” oder auch “…Kraft in dir” usw. durch den Kopf. Letztendlich geholfen hat davon nichts, es beschreibt am ehesten einen Zustand, den man erreicht, wenn man meditieren kann. Und das sagen viele von sich, aber bei mir hat das noch nie so geklappt. Bisher. Denn eigentlich, so habe ich festgestellt, ist das gar nicht zu schwer. Zumindest das Üben ist nicht schwer, ob man dann durchhält… ja, das muss jeder mit sich ausmachen.
Letztendlich braucht man nur wenige Schritte, um vom Außen ins Innen zu kommen:

  1. Mach’s dir irgendwo bequem. Wichtig ist, dass es für dich bequem ist und du ungestört bist. Mir hilft es zusätzlich eine Stoppuhr zu stellen, dann kann ich die Zeit auch gleich mal vergessen.
  2. So, jetzt achte darauf was du außerhalb von dir wahrnimmst. Den Nachbarn, wie er versucht ein Regal anzubauen, einen Laubsauger usw. und versuche alle Gedanken dazu, wie z. B. “Laubsauger, so ein Schwachsinn” zwar aufkommen zu lassen, aber nicht weiter zu verfolgen. Das ist übrigens die Kernkompetenz eines jeden Meditierenden, so denke ich. Tue das auch für das Sehen , Riechen, Schmecken und dann natürlich auch für das Fühlen. Mit welchen Körperteilen berührst du deine Unterlage? Wie fühlt sich das an?
  3. Weiter geht’s im Körper: Wo ist Wärme, wo Kälte? Wo Verspannung? Scanne deinen Körper von oben nach unten und wieder zurück. Und wie immer: Nur wahrnehmen, nichts damit tun, etwa ärgern, weil der Nacken wieder mal verspannt ist. Nimm’ auch Änderungen, die sich ergeben, nur wahr.
  4. Jetzt die Gedanken: Schau’ welche Gedanken dir kommen (z. B. “oh, wie vorhin der Nachbar schon wieder geschaut hat!”) und… genau! Lass’ sie gehen. Ich stelle mir gerne vor, die Gedanken in Wolken zu packen und sie dann wegziehen zu lassen. Manchmal schaffe ich das nicht, ich denke die Gedanken ein Stück weiter und “erwache” davon kurz darauf wieder. Macht nichts. Sobald mir das auffällt, ziehen lassen…

Tja, und das ist es auch schon. Nutzen? Entspannung und Ruhe auf der vollen Linie. Bei mir müssen es mindestens 15 min. sein, alles länger als 1 Stunde halte ich dann aber auch nicht aus. Noch nicht… vielleicht.
Wahrscheinlich gibt es noch tausend andere Wege. Dieser funktioniert für mich und er ist einfach!

Foto: daniel stricker, “Struwelpeter”, Quelle: www.pixelio.de

 

2 Comments for this entry

  • Björn Waide sagt:

    4-hour meditation (in Anlehnung an 4-hour workweek und 4-hour body von Tim Ferriss), das wäre was für mich. Wie wäre es mit einem neuen Buch? :)

  • Christel sagt:

    Ich empfehle dazu das sehr heitere und wunderbar lesenswerte Buch “Achterbahn der Stille – ein spirituelles Roadmovie” von Teresa Heidegger.

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