AnkerDa bin ich doch letztens gefragt worden, was eigentlich ein gutes Thema für ein persönliches Coaching wäre. Bei der Beantwortung der Frage ist mir aufgefallen, dass die Antwort eventuell für mehrere interessant sein könnte, also los geht’s:

Generell sind alle Themen geeignet, wo du ein für dich nicht-zieldienliches Verhalten an den Tag legst. Das hört sich vielleicht nach einer schweren Krankheit an, ist aber völlig normal und jeder tut das hier und da. Das ist dann auf der einen Seite ein Schutz und wirkt auf der anderen Seite wie eine Art Selbstsabotage. Du hast dafür sogar ein Frühwarnsystem eingebaut: Deine Gefühle! Sollten diese in einer bestimmten Situation negativ sein, so hast du ein potentielles Thema für ein Coaching gefunden! Und weil uns das ja nun mehrmals am Tag passieren kann, hier noch ein paar zusätzliche Hinweise, um die wichtigen Themen in deinem Leben zu identifizieren:

  • Ist das Gefühl sehr negativ (oder auch: sehr euphorisch)?
  • Ist es körperlich wahrnehmbar (Druck auf der Brust, Atemnot o. Ä.)
  • Nimmst du sich wiederholende Verhaltensmuster an dir oder anderen wahr, an dessen Ausgang dann diese Gefühle stehen?
  • Müssten sich andere ändern und alles wäre gut?
  • Müsstest du etwas anderes tun, weißt aber nicht was oder es gibt gute Gründe dagegen?
  • Oder spürst du eventuell gar nichts, bist aber irgendwie total geschafft und festgefahren?

…und um es nochmal ganz klar zu sagen: Es ist völlig normal, ein paar oder mehrere der obigen Fragen mit “Ja” zu beantworten. Es kann nicht das Ziel deines Lebens sein, immer auf alle Fragen mit “Nein” antworten zu können und doch kannst du enorm Energie sparen, wenn ein paar der größeren Themen nicht mehr an dir ziehen.
…und wenn du unsicher bist, ob ein Coaching für dich das Richtige ist: Versuch macht klug!

3 Comments for this entry

  • Christel sagt:

    Hallo Björn,
    ich würde nicht von “negativen” Gefühlen sprechen, eher von “als unangenehm wahrgenommenen”. Rein prinzipiell sind ja alle Gefühle positiv, schließlich sind sie ein Indikator dafür, dass Bedürfnisse nicht erfüllt sind. Also positiv im Sinne von “hey super, es gibt da einen Indikator in uns, der dafür sorgt, dass wir auf unsere Bedürfnisse achten”. Ähnlich der Tankleuchte im Auto, die früh genug blinkt und davor warnt, den Wagen trocken zu fahren.

  • Thomas Harms sagt:

    Hallo Björn,
    ich hätte jetzt gedacht, als erstes wäre das Identifizieren der persönlichen Zielrichtung (von einem Ziel mag ich hier nicht sprechen) wichtig. Also wie löse ich meinen persönlichen Zielkonflikt der Ausprägung: “Ich will mich eigentlich waschen, aber ich scheue das Wasser”.
    Ist es nicht wie immer, wenn ich kein Ziel habe, weiß ich nicht wohin?

    • Björn sagt:

      Hi Thomas!
      Das ist auch nochmal ein guter Punkt! Beim Verfassen des Artikels hatte ich eher implizite und eher “selbstverständliche” Ziele á la “Ich möchte gesund sein” oder “Ich möchte gut mit meinem Partner im Kontakt sein” im Kopf. Ebenso gut gelingt ein Coaching natürlich auch, wenn man sich Ziele im Leistungsbereich vornimmt und man eventuell vorhandene Blockaden auf dem Weg erkennen und lösen möchte.

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