Laufen, Leiden, Leben

12. August 2012

Meine Laufschuhe
Nachdem ich nun schon eine Weile Laufe, ich mein Laufpensum gesteigert habe und dann auch noch Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede gelesen habe, will ich mal meine Erkenntnisse verewigen.
Ein Fakt ist: Beim Laufen leide ich. Und ich glaube , gerade auch nach der Lektüre von obigen Buch, dass das eine Option ist, mich also letztlich davon abhält, entspannter zu laufen. Ich sage nicht “schneller” laufen, weil es das nicht ist. Es geht darum den Weg zu genießen, mein Inneres, das Äußere. Also, was macht das Leiden aus… wo kommt es her… welchen Sinn hat es… und wie geht es ohne?
Angefangen hat Laufen damit, dass mir nach 1-2km immer höllisch das Knie weh tat. Und hier gab’s den ersten Hinweis, dass das ganze was mit dem Kopf zu tun hat: Auf meiner wingwave-Ausbildung, habe ich das schmerzende Knie dann in einer Übung zum Thema gemacht und seitdem ist es nicht mehr auffällig geworden. Beschäftigung mit dem Thema “Plattfüße” und das auswählen der richtigen Laufschuhe, war eine Wohltat. Aber… das Leiden ist geblieben, bis heute. Und es bremst mich. Schmerzen sind unausweichlich, aber Leiden ist eine Option, stellt Haruki Murakami fest. Wie? Das sagt er nicht. Ich versuche es mit Training. Nach 7km fängt meine Schulter an zu schmerzen. Im nächsten Lauf konzentrierte ich mich darauf und bewegte meine Schulter anders (oder überhaupt?)… und siehe da, keine Probleme mehr. Sodbrennen taucht auch. Vor dem Laufen ein Glas Milch hilft. Das Leiden bleibt. Und ich kann mir nicht helfen, irgendwie scheint es, das Leben will mir etwas beibringen. Leide ich nicht auch im normalen Leben, halte ich nicht dort auch Schmerzen relativ schlecht aus. Ich muss zugeben: Ja! Das Laufen hat wohl mehr it mir zu tun, als jemals geahnt hätte.
Ich bleibe dran und gehe jetzt erstmal laufen…

5 Comments for this entry

  • Thomas Harms sagt:

    Hallo Björn*),

    ich fahre lieber Rennrad, da kann ich das Leiden besser dosieren ;-)

    Aber mal im Ernst, für mich ist der Sport,
    inkl. des Leidens, eine ganz wichtige Möglichkeit
    aufgestaute Frustrationen aus anderen Lebensbereichen
    abzubauen. Leide ich nicht Dosierbar beim Sport, leide
    ich unkontrolliert um so mehr.

    Herzliche Grüße
    Thomas Harms

    *)Ich fand das ‘Du’ hier einfach passender.

    • Björn sagt:

      Sehr verständlich und diese Art des Frustabbaus scheint durchaus üblich. Bei mir ist es leider nicht so, dass ich Frust loswerde, irgendwie verursacht das Laufen selbst Stress. Und genau diesem Stress bin ich auf der Spur und glaube, dass viele das auch so hätten, wenn sie laufen würden, es aber deshalb nicht tun. wingwave leistet da für mich exzellente Dienste und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Fortsetzung folgt…

  • Ernst Pawlowsky sagt:

    Hallo Björn und Thomas,

    mein Verdacht ist, daß Ihr Euch etwas beim Sport beweisen wollt und deshalb zu intensiv joggt oder radelt.
    Ich bin jetzt ( 59 J. alt ) seit ca. 48 Jahren durchgehend Leistungssportler ( Rudern u. Laufen ) mit deutschen Meistertiteln in der AK in den letzten Jahren. Daraus könnt Ihr ersehen, daß mein Trainingspensum nicht klein ist, Doch wenn ich beim Sport leiden ( überwiegend oder sogar durchgehend ) würde, würde ich vermutlich sofort aufhören.
    Doch habe ich schon viele Sportler erlebt, die beständig viel zu intensiv trainiert haben. Kauft Euch eine Pulsuhr, falls Ihr die nicht schon habt, und bewegt Euch überwiegend im Bereich von 65 – 75 % der maximalen Herzfrequenz ( individuell feststellen, kann sehr stark schwanken ), dann habt Ihr wesentlich mehr vom Sport und könnt auch die Endorphinausschüttung nach ca. 40 min erst richtig genießen
    Grüße
    Ernst

  • Yvonne sagt:

    Hallo Björn

    ich bin hier über Deinen Eintrag gestolpert als ich versucht habe über Google herauszufinden, welcher Brustgurt mit meinem Xperia Mini kompatibel sein könnte :-)
    Du schreibst mit Deinem Mini und einem Runtastic würde es klappen? Hast Du Dein Android höher upgraden können als 4.0.4? Oder funktioniert es trotzdem (beim Runtastic steht Vorraussetzung ist 4.3)? Und Bluetooth Smart hat es ja glaube ich auch nicht…

    Fragen über Fragen! Würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    Liebe Grüsse

    Yvonne

    • Björn sagt:

      Inzwischen bin ich auf ein Nexus 4 umgestiegen.
      Mein Xperia lief mit 4.0.4 und Bluetooth Smart hat es nicht. Mein Brustgurt ist anscheinend auch ein älteres runtastic Modell, welches “nur” normales Bluetooth hat (das merke ich auch daran, dass die Batterie immer nach ein paar Monaten alle ist).
      Ich schätze also, dass der aktuelle runtastic Brustgurt nicht mit dem Xperia zusammen funktionieren wird.

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  • [...] Was bisher geschah, gibt’s hier Nun ist wieder einiges passiert. Und wieder im Kopf: Auf einem wingwave-Übungstreffen vor ein paar Wochen, habe ich mein Leiden beim Laufen zum Thema gemacht und siehe da, mein ehemaliger Sportlehrer und die unschöne Situation in der Grundschule von 5 Mitschülern in den Bauch geboxt worden zu sein kamen hervor. Und dank wingwave auch gleich wieder vertrieben. Ich mag es nicht glauben, aber seitdem laufe ich wesentlich entspannter. Ich möchte noch nicht von Genießen oder Leichtigkeit reden und schneller bin ich auch nicht geworden, aber irgendwie ist es viel ruhiger in meinem Kopf beim Laufen (“Arousal” ist niedriger). Wirklich bemerkenswert und für mich wieder ein super Beispiel wie Biografie-Stress die Leistungsfähigkeit ganz unmittelbar beeinflusst. Und wieder ein paar Monate weiter habe ich mir den Kommentar eines Lesers meines ersten Teils nun endlich zu Herzen genommen und mir ein Pulsgurt zugelegt. Meine Ausstattung besteht nun aus einem Sony Xperia Mini, Runtastic Bluetooth Brustgurt und der RuntasticPro-App für Android. Tja und was soll ich sagen, ab jetzt schließe ich jeden Lauf mit einem Lächeln im Gesicht ab. Mein Handy warnt mich, wenn ich in den vermeintlichen anaeroben Bereich vorlaufen will, ich drossel meine Geschwindigkeit und den Antreiber in meinem Kopf und ist alles gut. Hätte ich echt nicht gedacht, dass das so viel ausmacht. Seitdem auch kein Sodbrennen mehr. Toll! Einfach laufen, ohne Leiden und ohne Gedanken, was das nun alles mit dem Leben im Allgemeinen zu tun haben könnte. So läuft’s! Recommend on Facebook Share on google plus Share on Linkedin Tweet about it Share on xing Subscribe to the comments on this post Print for later Bookmark in Browser Tell a friend : Aktuelles : Körper, Leben, Sport [...]

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