Notizen zum Buch “Theorie U: Von der Zukunft her führen”.

Der U-Prozess

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Runterladen
Mehr vom selben tun
In-in-mir
Kommunikationsform: Monologe
Kommunikatives Handeln: Höflichkeitsfloskeln – sagen, was andere hören wollen – höfliche Routinen – leere Phrasen – autistisches System – nicht sagen, was man denkt
Sicht der 1./2./3. Person: niedriger Energielevel – konform gehen – regel-reproduzierend
Wahrnehmung: Ausgehend von meinen üblichen Seh- und Denkgewohnheiten
Zuhören: “Ist schon klar, weiß ich schon” – Runterladen, Bestätigung, was am eh schon weiß
V-Prozesse: Aktion, Reagieren (Reacting)
Struktur: Zentralisierte maschinelle Bürokratien, die nach Regeln und zentralen Pläne handeln.
Arzt-Patienten-Beziehung: Reparatur, Fokus: Defekt, Mechaniker
Eintritt ins Feld:

  • Vertrauter Stimulus -> gewohnte Reaktion, ständiges Wiederholen von Mustern aus der Vergangenheit, “mehr vom Gleichen”
  • Einsortieren in eigene, vorhandene Schubladen
  • 4 Barrieren:
    Nicht erkennen, was man sieht.
    Nicht sagen, was man denkt.
    Nicht tun, was man sagt.
    Nicht sehen, was man tut.
Übergang Öffnung des Denkens
Innerer Feind: Stimme des Urteilens
Innehalten – Hinsehen mit frischem Blick, es gibt noch andere Kontexte ausser dem eigenen
Analytisch und intelektuell sauber arbeiten (IQ)
Bedingungslose Anteilnahme
Seeing
Hinsehen
bestimmte Dinge neu sehen
Ich-im-Es
Kommunikationsform: Debatte
Kommunikatives Handeln: differenzierte Konfrontation – sagen, was ich denke – divergierende Sichtweisen: Ich bin mein Standpunkt – adaptives System – sagen, was man denkt
Sicht der 1./2./3. Person: mittleres Energielevel – konfrontativ – regel-kontextualisierend
Wahrnehmung: Wenn meine Sinne und mein Denken weit geöffnet sind und ich neu hinsehe
Zuhören: “Oh, jetzt sieh dir das mal an”, Aufmerksamkeit auf neue Fakten
V-Prozesse: Prozesse, Strukturen (Redesigning)
Struktur: Dezentrale Divisionsstrukturen bringen Entscheidungsbefugnisse in der Hierarchie näher zum Markt/Kunden
Arzt-Patienten-Beziehung: Therapie, Fokus: Verhalten, Trainer
Eintritt ins Feld:

  • Innehalten und alte Urteils- und Denkgewohnheiten zurückhalten
  • Kennen lernen anderer Schubladen
Übergang Öffnung des Fühlens
Innerer Feind: Stimme des Zynismus (alle Formen von emotionalen Reaktionen, die zu einer Distanzierung von der aktuellen Situation oder Personen führen, mit dem Ziel sich nicht auf sie einlassen (Kopf&Herz) zu müssen)
Umwenden – hinspüren, sich in andere Kontexte hineinbegeben
Sich in Kontexte anderer hineinfühlen (EQ)
Bedingungslose nicht persönliche Liebe und Wertschätzung
Sensing
Hinspüren
Neue Perspektiven gewinnen
Ich-im-Du
Kommunikationsform: Dialog
Kommunikatives Handeln: reflektives Erkunden – von sich als einem Teil des Ganzen her sprechen – vom Verteidigen zum Erkunden von Standpunkten – selbstreflexives (sich selbst stehen)
Sicht der 1./2./3. Person: hoher Energielevel – reflektiv – regel-reflektierend
Wahrnehmung: Wenn ich mit dem Herzen sehe, d.h. wenn ich beginne, von der Perspektive der anderen her zu sehen
Zuhören: “Oh ja, ich weiß, wie du dich fühlst”, empathisches Zuhören
V-Prozesse: Denken, Annahmen (Reframing)
Struktur: Vernetzte Organisationsstrukturen verändern die Machtstruktur von hierarchisch getriebenen Einheiten zu sich entwickelnden Beziehungsnetzwerken, die sich um einzelne Problemlösungen kümmern
Arzt-Patienten-Beziehung: Reflexion, Fokus: Denken, Coach
Eintritt ins Feld:

  • Warum schaffen wir gemeinsam Ergebnisse, die niemand will?
  • Sich auf jedes Feld einlassen und eigenes + alle anderen behalten
  • Wie geht es mir in dem System, dass ich selber erschaffe? oder: Was plagt mich?
  • Bedingungslose Liebe und Wertschätzung in den Raum aussenden
  • 3 Prinzipien:
    1. In Sinneserfahrungen eintauchen
    2. Aufmerksamkeit umlenken, vom Ganzen zu den Dingen, Bewegung vom analytischen zum holistischen Bewusstseinsmodus
    3. Tiefere Erkenntnisfähigkeiten aktivieren
Übergang Öffnung des Willens
Innerer Feind: Stimme der Angst (Angst davor, das was wir haben und was wir sind zu verlieren und loszulassen)
Loslasen – alle Kontexte verbinden, nicht müssen, alles können
Das alte Ich, alte Intentionen loslassen und vertrauen auf das neue Kommende (SQ) S=Sinn,Spiritualität
Das essentielle Selbst (von sich und anderen) sehen
Presencing
Gegenwärtigung
Selbsttransformation
Ich-in-Gegenwärtigung
Kommunikationsform: (gemeinsamer) Flow
Kommunikatives Handeln: generatives Fließen – von der entstehenden Möglichkeit her sprechen – stille, kollektive Kreativität, schöpferisches Fließen – Schöpferisches System – authentisches Selbst
Sicht der 1./2./3. Person: höhster Energielevel – kollektive Kreativität – regel-generierend
Wahrnehmung: Wenn ich vom Grund des Seienden her sehe, wenn ich von der Quelle des Werdens her anwesend bin
Zuhören: “…nicht mehr fassbar…”, schöpferisches Zuhören, nach dem Gespräch nicht mehr die gleiche Person wie vorher!
V-Prozesse: Selbst, Wille (Regenerating)
Struktur: Flüssige und flexible Organisationsstrukturen der Innovationsökologie erspüren und realisieren in Echtzeit Bedürfnisse und Gelegenheiten
Arzt-Patienten-Beziehung: Selbsttransformation, Fokus: Selbst, Hebamme für das Neue
Eintritt ins Feld:

  • Lernen von einer im Entstehen begriffenen Zukunft
  • Ort der Wahrnehmung verschiebt sich: gegenwärtiges Ganzes -> Quelle eines möglichen, zukünftigen Ganzen (Presencing)
  • vom Loslassen zum Kommenlassen
  • Weg: 2 Fragen: Wer bin ich? Was ist meine Aufgabe, was will ich wirklich tun?
  • Gandhi: Du musst selbst die Veränderung leben, die du erhoffst, in deinem Umfeld zu erwidern
rechte Seite des U
(von unten nach oben)
  1. Crystallizing
    Verdichten -> hervorbringen, Vision & Intention entstehen
  2. Prototyping
    Erproben -> verkörpern
  3. Performing
    In die Welt bringen, das Neue praktisch anwenden, neue Infrastrukturen und Alltagspraktiken entstehen

Dabei gibt es drei Stoplersteine:

  • Analyseparalyse – Kopfgeburt – Dominanz des Kopfes, Abwesenheit des Handelns und des Herzens
  • Gedankenloses Handeln – blindes Implementieren – ohne lernen, situativ adaptieren und improvisieren – Dominanz der Hand, Abwesenheit des Kopfes und des Herzens
  • “Bla Bla” – Dominanz der kommunikativen Beziehungen, Abwesenheit von wirklichem Handeln, von wirklicher Reflexion

Bemerkenswertes

Reaktionen auf Kriesen

  • Lasst uns zur Ordnung der Vergangenheit zurückkehren! (Retrobewegung, Ewiggestrigen)
  • Macht mehr vom Selben! (“Alter Wein in euen Schläuchen”, wissenschaftlicher Materialismus)
  • Aus den Mustern der Vergangenheit aussteigen!

Der blinde Fleck

  • Ort aus dem wir neues in die Welt bringen (vgl. Künstler vor leerer Leinwand). Diese Prozess ist nicht beobachtbar!
  • Im Gegensatz zu “Was wir tun” (Ding) und “Wie wir es tun” (Prozess)

Lernen

  • basierend auf Erfahrungen aus der Vergangenheit (Kolb-Lernzyklus):
    Handlung – Beobachtung – Reflexion – Plan – Handlung usw.
  • basierend auf der im Entstehen begriffenen Zukunft (Presencing):
    Handlung – Beobachtung – Inneres Wissen entstehen lassen – unmittelbare Handlung usw.

3 neue Blickrichtungen

  1. Wissenschaft: Lass die Daten sprechen!
  2. Aktionsforschung: Man kann ein System nicht verstehen, solange man es nicht verändert!
  3. Bewusstsein & Selbst: Erkenne und erhelle den blinden Fleck!

Wir sind zwei Personen

  • Die Person, die wir aufgrund unseres Lebensweges geworden sind (Vergangenheit)
  • Die Person, die wir werden können (höchste Zukunftsmöglichkeit)
  • => Beide begegnen sich im Presencing

Organisation brauchen

  • Orte und Infrastruktur, die ein gemeinsames Sehen und Verstehen dessen, was im Gesamtsystem vor sich geht, ermöglichen
  • Orte der Reflexion, Räume der Stille für das Hinhören und Verbinden mit tieferen Quellen der Inspiration
  • Orte und Infrastruktur für die praktische Umsetzung in Prototypen

Organisationale Komplexität

  • Dynamische Komplexität:
    -> Länge (zeitl. + räumlich) der Kette von Ursache und Wirkung
    => Problem sequenziell angehen, kleine Schritte, systemumfassende, ganzheitliche Lösungsansätze (inkl. aller Abhängigkeiten)
  • Soziale Komplexität:
    -> Anzahl Stakeholder mit unterschiedlichen Interessen, Annahmen, Überzeugen, Sichtweisen
    => Expertenwissen, Entscheiden auf Basis von Daten, Beteiligte in Problemlösung mit einbeziehen
  • Emergente Komplexität:
    -> Lösung unbekannt, Problem noch nicht ganz klar, Menge der Beteiligten unklar
    => Erfahrungen der Vergangenheit in Kombination mit Presencing und Prototyping

Veränderung des Führungsbegriffes

  1. Phase: Management (Hierarchie und Befehl)
  2. Phase: Führung (Rahmen und Prozesse)
  3. Phase: Inspiration (Inspirieren und Kraft der Mitarbeiter freisetzen

Wandlung des wirtschaftlichen Kontextes

Folgende Elemente kommen jeweils hinzu:

  1. Waren, Arbeiterklasse (Ich-in-mir)
  2. Dienstleistungen, Dienstleistungsklasse (Ich-in-Es/Du)
  3. Innovation, kreative Klasse (Im-in-Gegenwärtigung)

Drei gleichzeitige, globale Revolutionen

  • ökonomisch-ökologisch -> Neue Ökonomie
  • sozial-relational -> Netzwerkgesellschaft
  • kulturell-spirituell -> Neues Bewusstsein

Soziales Feld

  • In großen Systemen bewirkt die Struktur der Beziehung zwischen den Akteuren, wenn sie verändert wird, neue Verhaltensmuster. Die kollektiven Verhaltensmuster werden soziale Felder genannt.
    (oder in meinen Worten: Soziale Felder sind die Summe der Kommunikationen zwischen den Elementen des Systems.)
  • Vergleich: Wasser ändert je nach Temperatur seinen Zustand, die H2O-Moleküle bleiben stets dieselben.
    Analogie Wasser – Soziales Feld:
    Materie: Eis – Netz von Beziehungen
    Gefäß: Gefäß – Kontext, in dem sich Beziehungsmuster entfalten
    Mechanismus: Hitze – Verschiebung der Aufmerksamkeitsstruktur/Quelle/Ort aus dem Wahrnehmung und Handlung geschehen
  • Erkennen Sie, dass das System “da draußen” das Ergebnis Ihrer wechselseitigen Beziehungen ist und Sie es damit selbst hervorbringen!
  • Das gleiche System kann von seinen Akteuren aus 4 verschiedenen Quellen/Orten ausgeführt werden.
  • Jeder Akteur, jedes System besitzt mehrere Quellen/Orte aus denen sie handeln können.
  • Je höher die Komplexität eines Systems ist, desto tiefer die nötigen Felder aus denen gehandelt werden muss.
  • Wann immer ein Prozess auf einer Ebene stockt, muss eine Ebene tiefer gegangen werden. (Default und nicht-funktionierend: Mehr vom gleichen, d.h. auf der gleichen Ebene, tun.
  • Im Presencing wird umgeschaltet von dem Fortführen des vergangenen Zeitstrahls in die Aktionen des zukünftigen Zeitstrahls (los lassen -> kommen lassen)

Presencing – Absencing

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