Energiemanagement

24. Februar 2005

Das Wort hört sich so an, als sollte es nichts mit dem menschlichen Dasein zu tun haben. Muß nicht, kann aber.
Genauso, wie wir bei Maschinen an effiziente Nutzung einer begrenzt zur Verfügung stehenden Energie denken,
können wir das bei Menschen tun.

Unbestritten ist, dass Ihnen eine gewisse Menge von Energie zur Verfügung steht,
sonst würden Sie ja Abends nicht geschafft ins Bett sinken. Sollten sie das nicht tun, dann: Herzlich Glückwunsch! Für was heben Sie sich den Rest auf? Und woher die Energie kommt, dürfte auch klar sein. Essen und deren anschließende Umsetzung im Körper gibt uns Energie. Ins asiatische Lager geschaut, gesellen sich noch soziale Kontakte und die uns umgebene, von uns eingeatmetne Luft hinzu. Das mag jeder für sich entscheiden, inwieweit er dem folgt, oder es beim Essen belässt.

Wie aber geht die Energie weg? Auch klar, durch Bewegung, genauergesagt durch körperliche Bewegung, werden sie sagen. Aber ist das alles? Nein, ich denke nicht. Auch das Denken verbraucht Energie. Also, zusammengefasst: Körperlich und geistige Arbeit verbraucht Energie.

Und nun machen wir Energiemanagement. Was heisst das? Energiemanagement bedeutet, völlig analog zu Maschinen, dass wir überlegen, für was wir Energie ausgeben und wie wir neue aufnehmen.

Fangen wir mit dem Ausgeben an: Natürlich bedarf es Energie, sich auf den Weg zur Arbeit oder in die Küche oder sonst wohin zu machen. Diese Energie ist zweckgebunden und wir müssen nicht darüber diskutieren, ob sie sie aufwenden sollen oder nicht. Wenn Sie sich aber z.B. wild mit den Armen bewegend über einen anderen Menschen, vielleicht die blöde Schneckenlenken oder den aroganten Schnösel neben ihnen im Auto aufregen, dann denken sie mal darüber nach, ob die Energie, die sie da gerade herauspulvern, wirklich zweckgebunden ist. Ich empfehle sich morgens vorzunehmen, mal einen Tag und wenn das zu viel ist dann ersteinmal eine Stunde am Tag während des normalen Ablaufes sich möglichst oft bewusst zu werden für was sie gerade Energie “rauswerfen”, d.h. Ihnen die verbrauchte Energie irgendetwas bringt. Das ist eine äußerst spannende Angelegenheit und… verbraucht Energie… das werden sie auch deutlich merken.

Wenn sie das eine Weile tun, werden sie zu immer kleineren Sachen kommen, wie z.B. eine Fehlhaltung im Körper, die ihnen tagtäglich Energie raubt, oder die abendlichen Kopfschmerzen. Auch Krankheiten sind Energieverbrenner und erfüllen so einen “negativen” Zweck. Geht man den Ursachen auf den Grund, kann man sich häufig die Energie wiederholen. Das Bekämpfen der Symptome schafft dagegen im Besten Fall nur Linderung, hilft aber wenig bis nichts im Sinne des Energiemanagements.

Sollten sie sich entschliessen ein wenig ihrer ausgegebenen Energie lieber einzusparen, d.h.sie entschliessen
sich ihr handeln zu ändern, so seien sie nicht so streng mit sich. Das muß nicht von einem auf den nächsten
Tag passieren. Das wiederholte “sich beim Energie rauswerfen erwischen” und anschliessende “so würde ich
es besser machen” führt nach einigen Wiederholungen von selbst zum gewünschten und dann viel nachhaltigerem
Erfolg.

Und was dann mit der vielen Energie tun? Geniessen und etwas sinnvolles, ist hier mein Rat, ganz nach dem Motto:

Der Sinn des Lebens besteht darin, etwas Sinnvolles im Leben zu tun. Suchen sie sich eine ehrenamtliche
Beschäftigung, treten sie mehr mit ihrem Körper in Kontakt (z.B. QiGong). Achten sie mehr auf ihre Nahrung,
was ja sogar doppelten Nutzen hat: Mehr Energiezufuhr und weniger Energieabbau, wir er bei schlechter Nahrung
nötig ist. Seien sie einfach mal freundlich zur Nachbarin, zur Verkäuferin usw.

Viel Freude!

Essenz:

Durch Beobachtung kann jeder rausfinden, für welche körperlichen und geistigen Arbeiten er Energie verschwendet.
Jeder hat die Wahl sein Verhalten anzupassen und damit die Wahl, was er mit seiner Energie im Leben vollbringt.

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