Notizen aus dem Buch “Wie man Lebenspläne verändert. Die Arbeit mit Skripts in der Transaktionsanalyse.”.

Theorie:

Antriebsfaktoren

  • Reiz-/Stimulus-Hunger
  • Hunger nach Anerkennung
  • Struktur-Hunger (Organisationen, Zeit struktuieren)
    • sich abkapseln
    • Rituale (Streicheleinheiten)
    • Aktivität (arbeiten)
    • Zeitvertrieb
    • psycho. Spiele

Prinz vs. Frosch

  • Prinz = Gewinner
  • Frosch = Verlierer

marsische Reaktion

…ist gut, um Aussenposition einzunehmen

Masche

Masche = Lieblingsgefühl, welches in Familie akzeptiert/unterstützt wurde.
(=Ersatzgefühl/Racket????)
(Sind alle neg. Gefühlen Maschen?)

Gutscheine:

“Anleitung”, um zu Gutscheinen zu kommen und was dann damit zu tun ist:

  • Provozieren, dass Masche aufkommt!
  • sammeln!
  • irgendwann einlösen und dann “Berechtigung” zum Ausleben des verbotenen Gefühls haben!

Gegenskript

= “dramatische Inszenierung des Lebens” mit Höhepunkt, an dem alles gut zu sein scheint, und anschließendem Abstieg

Antithese

Was ist zu tun, um aus dem Skript auszubrechen? Welche Erlaubnisse fehlen?

Banale Skripte

Hilflosigkeit

  • Das Spiel “Rettingsaktion”

todo… (S.173)

Ungleichheit

todo…(S.183)

Mann-typisch

(Schwach: EL2, ER1, K1 / Stark: ER2, EL1)
Wichtigste Einschärfungen/Zuschreibungen:

  • Beherrsche Dich!
  • Sei nie zufrieden!
  • Bitte nicht um Hilfe!
  • Beherrsche die Frau!
Skiptname Einschärfungen/Zuschreibungen Spiele Antithese
Der “Allmächtige Vater”
  • Du hast immer recht!
  • Kümmere dich um alles und jeden!
  • Gib keine Schwäche zu!
  • Rettungsaktion.
  • Gerichtssaal.
  • Das tu’ ich ja nur für dich (euch)!
Bewußt werden, dass er wegen des “jedermann retten” letztendlich angeklagt wird. Schuldgefühl ist Gefühlsmasche, erkennen, das gelegentliches Unrecht ok ist!
Der Mann im Vordergrund passt zu “Frau im Hintergrund” und ist ohne sie nicht lebensfähig ! gleichberechtigte Beziehung anstreben, Fähigkeiten der Frau müssen mehr zur Geltung kommen.
Playboy
  • Gib’ dich nicht mit zweiter Wahl zufrieden!
  • Verschenk’ dich nicht!
  • Hilfe, Vergewaltigung!
  • Mäkeln.
  • Warum nicht – ja aber!
Bewusst werden, dass er einem Traum hinterherjagt. “Mäkeln” abbrechen/sein lassen. Schönheit von Allem um sich herum erkennen.
Muskel-Max
  • Denke nicht!
  • Suche den Wettstreit!
  • Dummchen.
  • Urlaub im Beruf.
  • Den Typen legen wir mal richtig rein (Opfer-Rolle!)
Merkt, dass man von ihm nur Ungeschicklichkeit erwartet. ER1/2 einsetzen! “Dummchen” aufgeben. Verhältnis zu seinem Körper überdenken bzw. neu entwickeln.
Der Intellektuelle
  • Fühle nicht!
  • Du bist klug.
  • Gebrauche deinen Kopf.
  • Gerichtssaal.
  • Warum nicht – ja aber!
  • Tu mir was!
Über das ER2 wird ihm bewusst, dass sein Leben fade ist (Zeitvergeudung!) Selbsterfahrungs-Therapie, von reiner Kopfarbeit abkommen, ER1/K zulassen und in Dialog treten, Furcht von “unmittelbarem” Handeln verlieren
Der Frauenhasser
  • Halte dich aud Distanz!
  • Traue niemandem!
  • Laß’ dich gehen!
  • Jetzt hab’ ich dich endlich, du Schweinehund!
  • Mäkeln.
  • Das tu’ ich ja nur für sie (die Frau)!
Schwer! Jede Änderung fällt unheimlich schwer, weil er sehr festgefahren ist. Vielleicht öffnet er sich irgendwann und findet zu einem freundvollerem Leben. Vielleicht durch eine Frau, die ihn wirklich liebt oder einer Beziehung zu einem Mann.

Frau-typisch

(Schwach: ER2, K1 / Stark: EL2, EL1, ER1)

Skiptname Einschärfungen/Zuschreibungen Spiele Antithese
Mutter ist die Beste
  • Sei eine gute Mutter!
  • Sei immer lieb und nett!
  • Opfere dich für andere auf!
  • Überlastet
  • Frigide Frau
  • Du siehst, ich gebe mir wirklich die größte Mühe
Eigene Bedürfnisse spüren, Retterrolle abstreifen, Körper erforschen + pflegen + Sport
Plastikfrau
  • Du darfst nicht alt werden
  • Du darfst nicht du selbst sein
  • Immer fesch und reizend sein
  • Kauf mir was
  • Schlemiel
  • Alkoholiker (Pill-Oholiker)
Verantwortung für eigenen Lebensplan übernehmen, keine Pillen mehr, Gesprächsgruppe, innere Werte
Frau im Hintergrund
  • Sei Hilfreich
  • Nimm kein Lob an
  • Stelle dich hinter deinen Mann
  • Sie sind wirklich wundervoll, Herr Professor
  • Wie schön, dass ich helfen darf
  • Für dich tue ich alles
Lob, Annerkennung für ihre Fähigkeiten anerkennen, Fähigkeiten eigennützig verwenden, innere Stimme (DU bist nicht o.k.!) überwinden, Erfolg direkt annehmen
Ich armes kleines Ding
  • Werde nicht erwachsen!
  • Tue, was dir deine Eltern sagen!
  • Denke nicht!
  • Ist das nicht alles furchtbar?
  • Dummchen
  • Tu mir was!
nicht mehr das “Opfer” sein, sich des Gerettetwerdens bewusst werden, eigene Kraft macht Spaß, Körper wieder kennenlernen, lernt Karate
Bild-Schönheit
  • Deine Schönheit ist nur oberflächlich!
  • Laß’ niemanden zu dicht an dich heran!
  • Sei nicht du selbst!
  • Hilfe, Vergewaltigung!
  • Das tu’ ich ja nur für dich!
  • Schändung (ihrer selbst)
keine Streicheleinhaeiten mehr, die sich nur auf ihr äußeres beziehen mehr annehmen. ER2 stärken und in gleichberechtigte Beziehung zu Partner aufbauen
Krankenschwester
  • Denke zuerst an andere!
  • Stelle keine Forderungen auf!
  • Arbeite hart!
  • Warum nicht – ja aber!
  • Ist das nicht alles furchtbar!
  • Das tu’ ich ja nur für dich!
Wünsche offen aussprechen, gegen ihre “Retter”-Rolle entscheiden, Körper kennenlernen, Rücksicht auf Körper nehmen
Die Fettleibige
  • Sage nicht “nein”!
  • Du darfst nicht ärgerlich werden!
  • Du darfst dich nicht selber lieben!
  • Freßsucht
  • Holzbein
  • Ist das nicht alles furchtbar?
zum Körper bekennen, ihn lieben und pflegen, Ärger über Erniedrigungen über fette Menschen rauslassen, NEIN sagen, Ärger nicht mehr runterschlucken, ohne “Narkotikum” Essen entspannen
Die Lehrerin
  • Sei unabhängig!
  • Sei nicht du selbst!
  • Tanz’ nicht aus der Reihe
  • Das tue ich ja nur für dich!
  • Warum nicht – ja aber!
  • Die werden einmal froh sein, dass sie mich gekannt haben!
Nur soviel eingeben, wieviel sie auch zurückbekommt, Kontakte zu Erwachsenen erhöhen, evt. neue Lerformen mit anderen ersinnen und diskutieren
Die subversive Hexe
  • Traue niemandem!
  • Halte dich auf Distanz!
  • Du bist etwas ganz besonderes!
  • Einer gegen alle!
  • Jetzt hab’ ich dich endlich, Du Schweinehund!
  • Tumult.
Abgehobene Aussenseiterrolle “ich ok, du nicht ok” ablegen, mit anderen Frauen freundschaftlich zusammenarbeiten, ER2 entwickeln, mit ihren Forderungen und Wünschen konstruktiv umgehen
Einzelkämpferin
  • Traue niemandem!
  • Schieße zurück!
  • Denke zuerst an dich selbst!
  • Jetzt hab’ ich dich endlich, Du Schweinehund!
  • Tumult.
  • Gerichtssaal.
lernen: ich ok, du ok! um etwas bitten können, ohne sich erniedrigt zu fühlen, “Kooperation statt Wettkampf”, mit sich (und anderen) warm und herzlich umgehen

Therapie grundsätzlicher Skripte

Depression

Grundübung

Liebesverlust oder “Das Märchen der warmen Kuscheltücher” oder “Ökonomie der Streicheleinheiten”

Therapie

  • entsteht durch Verknappung von Streicheleinheiten
  • Körperliche Symptome: Apathie, Schlaflosigkeit oder dauerndes Schlafbedürfnis, Freßsucht oder Appetitlosigkeit, ständiges Weinen, Selbsttötung-(sgedanken)
  • Alte Regeln zur Verknappung von Streicheleinheiten müssen aufgebrochen werden, d.h. Hinterfragung der “zuständigen” Einschärfungen/Zusschreibungen
  • Braucht man körperliche oder verbale Streicheleinheiten oder beide ?
  • Welche Streicheleinheiten werden am häufigsten vergeben? Das sind meistens die, die man selber am nötigsten braucht!
  • Furcht überwinden, nach Streicheleinheiten zu fragen!
  • Negative oder unechte Streicheleinheiten (falsche Kuscheltücher) zurückweisen
  • Werden Streicheleinheiten angeboten, sie werden aber nicht angenommen? Annehmen!
  • Beim Empfang und Senden von Streicheleinheiten auf’s EL1 (“Scheine-Eltern-Ich”) achten (können auch körperliche Symtome sein (unwohl fühlen, rot werden usw.)) !
  • EL2 (“nährendes Eltern-ich”) als “Stroke-Bank”, als Streicheleinheitensammler für schlechte Zeiten aktivieren
  • Keine Galgen-Transaktionen mehr (z.B. Lachen über sich selbst)
  • Körperliche Berührung!!!
  • Übungen:
    • Streicheleinheiten geben: Schüler geht in Gruppe rum und gibt jedem Streicheleinheiten ODER er gibt einzelnen Streicheleinheiten ODER einzelne Gruppenmitglieder bitten ihn um Streicheleinheiten, die er dann (wenn er kann) gibt (Bei dritter Übung ist “Geleitschutz” sehr wichtig!)
    • Streicheleinheiten fordern: Schüler steht in der Mitte des Raumes und erhält von Gruppenmitgliedern Streicheleinheiten. Schüler lernt sie anzunehmen. Gruppe achtet auf “Echtheit” der Streicheleinheiten. Gruppe stützt mit “Erlaubnis” und “Geleitschutz”
    • Selbstversorgung und nährendes Eltern-Ich: Schüler stellt sich in die Mitte der Gruppe und formuliert positive Aussagen über sich selbst. Hilfe von Gruppe. Gruppe kontrolliert “Echtheit” der Streicheleinheiten und gibt “Geleitschutz”
      ODER: Ideale Eigenschaften des nährenden Eltern-Ichs mit links (Rechtshänder!) an die Tafel schreiben und anschliessend vor Gruppe “mit Gefühl” vorlesen. Gruppe: “Echtheit”+”Geleitschutz”
    • Massage: Hilft dann wenn Schüler verbale Streicheleinheiten nicht erreichen/helfen. Bringt ER2 in Bewegung !

Wahnsinn

Grundübung

Leugnung der Intuition, Emotion, Rationalität + Die Lüge

Therapie

  • Abklärung der Leugnung!
  • Power Play (auch bei Abklärung der Leugnung) nicht zulassen!
  • Übung: Einer ist Leugner und leugnet so lange es geht den Geleugneten, dieser muss versuchen eine Abklärung zu erreichen. Gruppe hilft, macht Vorschläge.
  • Der Geleugnete muss auf ER2-Ebene bleiben und jegliche Kooperation verweigern, solange keine für ihn ausreichende Abklärung stattgefunden hat.
    (es ist nicht das Ziel, dass der Leugner wütend den Raum verlässt o. Ä.)
  • Paranoide Wahnideen abklären! Dabei ist der Wahrheitsgrad der Wahnideen abzuklären und nicht die Paranoia als offensichtliche Irrealität hinzustellen (d.h. Wahnideen nicht leugnen!)
  • Behandlung muss absolut freiwillig erfolgen!

Lustlosigkeit (Drogenmissbrauch)

Grundübung

Exzessive Genußsucht, Abtrennung vom eigenen Körpergefühl (dem “Zentrum”), Keine Empfindung für Freude und Schmerz, am Tropf des “Konsumismus” hängen, das Selbst vom Körper trennen, Unterdrückung von freien Äusserungen emotionalen Ursprungs

Therapie

  • Konzentration auf Körperempfindungen
  • Bewusste Atmung (über Bauch,Brust bis in Schultern einatmen!)
  • Laut schreien!
  • Zentrierung (Körper und Selbst in Einklang bringen).
  • Körper geniessen.

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